Alte Verpackungen als Geschenkbox wieder verwenden

Ich gebe es zu, ich kann keine noch so alltägliche Verpackung wegschmeissen. Ok, mal von Milchkartons abgesehen. Aber alles was mir nur irgendwie brauchbar erscheint, wird aufgehoben. Man könnte es ja mal wieder für eine Geschenkverpackung nutzen.....  Diese Sammelwut treibt natürlich andere Familienmitglieder bisweilen in den Wahnsinn, wobei man mir dann mit großen blauen Müllsäcken droht! Meistens kann ich mit viel Argumentation dann den Exitus meiner Sammlung vermeiden. Manchmal auch nicht.

So kam ich auf der Suche nach einer wirklich schönen Verpackung für meine selbstgemachten Bade-Rosen auf diese alte Klarsicht-Plastik-Herzen-Verpackung, in der einmal goldene Schoko-Kugeln verpackt waren.

Das war genau das, was ich gesucht hatte! Normalerweise verwende ich ja hauptsächlich Geschenkschachteln aus meinem Sortiment, aber bei diesen Bade-Rosen passte irgendwie keine. Das Rezept dazu verrate ich Euch wieder am Ende des Beitrages. 

Nur, wie wird aus so einer ollen Plastik-Verpackung eine ansprechende Geschenkverpackung?

Hier macht es hauptsächlich der Inhalt, der durch die Klarsichtverpackung so richtig schön in Szene gesetzt wird.

Als Unterlage für die Badetrüffel habe ich einen großen US-Coffefilter genommen und ihn mit Tinte ein wenig rosa eingefärbt.

Ihr könnt aber auch rosa Seidenpapier verwenden oder was ihr gerade da habt. Aber diese zerknüllbare Unterlage gibt den Badetrüffeln mehr Halt.

Da ich nicht genügend Bade-Rosen zum Ausfüllen der ganzen Schachtel hatte, habe ich ein paar getrocknete Rosen-Knospen (gibt es bei www.dragonspice.de) mit in die Schachtel getan, um die Lücken aufzufüllen. 

Und so sah dann das fertige Geschenk aus. Ich habe ein Herz aus pinkem Karton gestanzt, die Rose und "Badepralinen" darauf gestempelt und mit rosa Band verziert. Auf das Band habe ich noch "handmade with love" gestempelt und eine Schleife gebunden. Damit das Band an der Verpackung hält, habe ich es mit dünnen doppelseitigem Klebeband an ein paar Stellen fixiert. 

Eine super Geschenkidee zu Muttertag, zum Geburtstag oder als Mitbringsel. Und ich bin mal wieder eine "alte" Verpackung aus meiner Sammlung los geworden :))

Mann kann natürlich auch andere Formen nehmen. Den Rest der Masse habe ich in eine rechteckige Silikonform gefüllt und eine kleine Knospe oben drauf gesteckt. Nach dem aushärten kann man dann die Rechtecke in kleine Quadrate schneiden.


Falls Ihr die Bade-Rosen selbst machen möchtet, hier kommt das Rezept:


Zutaten:


100 gr. Natron

50 gr. Speisestärke

50 gr. Zitronensäure

50 gr. Milchpulver (einfach Babynahrung nehmen)

70 gr. Kokosfett (Palmin tut es auch)

Lebensmittelfarbe in rot, Duftöl

eine Hand voll getrocknete und zerkleinerter Rosenblätter (ich nehme welche aus meinem Garten und lasse sie im Backofen bei 50 Grad ca 1 Stunde trocknen.

Silikon-Rosenform. Ich habe diese genommen (gab es mal bei Tchibo)


Und so gehts:

Die trockenen Zutaten alle miteinander vermischen. Ich siebe sie immer mit einem Mehlsieb durch.

Das Kokosfett langsam schmelzen lassen. Dann etwas abkühlen lassen. Das Duftöl zu dem geschmolzenen Kokosfett geben.

In die trockenen Zutaten arbeite ich jetzt die Lebensmittelfarbe ein. Achtung: kein Wasser verwenden, es würde eine Reaktion auslösen, und die wollen wir ja erst in der Badewanne und nicht schon beim Herstellen. 

Dann das flüssige Fett zu den trockenen Zutaten geben und gut miteinander verkneten. 

Bei Bedarf Rosenblätter beifügen und vermischen.

Dann die Masse in die Förmchen einfüllen und gut fest drücken.

Für 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Achtung: Vorher unbedingt luftdicht verpacken, sonst stinkt der ganze Kühlschrank nach Rosenduft!!


2-3 Stück ins warme Badewasser geben. Vorsicht: Das Fett macht die Badewanne rutschig!! 

Und zum Verzehr sind die Bade-Rosen natürlich auch nicht geeignet!!!



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